Alter, Lebensdauer und verbleibender Wert
Zeitwert bei Mieterschäden verstehen
Wird nach dem Auszug etwas ersetzt, das schon Jahre in Gebrauch war, stellt sich eine eigene Frage: Wie viel von seiner Nutzungsdauer war überhaupt noch übrig? MietKorrekt rechnet das aus, wenn die dafür nötigen Angaben vorliegen — und sagt es dir, wenn nicht.
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Keine Registrierung erforderlich.
CHF 49.– einmalig, nach dem Hochladen deiner Unterlagen.
- Gerechnet wird, wenn Gegenstand, Alter und ein hinterlegter Referenzwert zusammenkommen
- Fehlt eine dieser Angaben, wird nichts geschätzt
- Der Zeitwert ist eine Einordnung, kein rechtlich geschuldeter Betrag
- CHF 49.– einmalig, kein Abo
Neupreis und verbleibender Wert
Ein Gegenstand, der ersetzt wird, war vorher nicht neu. Zwischen Einbau und Rückgabe ist ein Teil seiner Nutzungsdauer verbraucht worden — durch das blosse Vergehen der Zeit, unabhängig davon, wer die Wohnung bewohnt hat. Der Neupreis beschreibt ein neues Stück; der verbleibende Wert beschreibt, wie viel von der Nutzungsdauer des alten noch offen war.
Daraus folgt nicht automatisch, welcher Betrag geschuldet ist. Der verbleibende Wert ist ein Faktor bei der Einordnung einer Position — was am Ende rechtlich gilt, hängt vom Einzelfall ab und wird hier nicht entschieden.
Wie MietKorrekt rechnet
Die Rechnung ist bewusst schlicht und in ganzen Monaten. Sie verteilt den Betrag gleichmässig über die angenommene Nutzungsdauer:
Verbleibende Monate
Von der Referenzlebensdauer wird das Alter bei der Rückgabe abgezogen. War der Gegenstand älter als die Referenz, bleiben null Monate — nie ein negativer Wert.
Anteil des Betrags
Der verrechnete Betrag wird mit dem Verhältnis der verbleibenden Monate zur gesamten Nutzungsdauer multipliziert. Ein Gegenstand, der die Hälfte hinter sich hat, trägt die Hälfte.
Gegenüberstellung
Das Ergebnis wird der Forderung gegenübergestellt. Die Differenz zeigt, welcher Teil des Betrags dem bereits verbrauchten Anteil entspricht.
Ausgangspunkt ist der Betrag, der in Rechnung gestellt wurde — nicht ein belegter Aufwand. Ob dieser Betrag durch einen Kostenbeleg gestützt ist, wird getrennt betrachtet.
Vereinfachtes Rechenbeispiel
Angenommen, für einen Gegenstand wäre eine Referenzlebensdauer von 10 Jahren hinterlegt, er wäre bei der Rückgabe 6 Jahre alt, und in Rechnung gestellt würden CHF 1'200.00.
- Verrechneter Betrag
- CHF 1'200.00
- Angenommene Referenzlebensdauer
- 120 Monate
- Alter bei Rückgabe
- 72 Monate
- Verbleibend
- 48 Monate
- Verbleibender Wert
- CHF 480.00
- Differenz zur Forderung
- CHF 720.00
Die 10 Jahre sind hier frei gewählt, damit die Rechnung nachvollziehbar wird — sie sind kein Richtwert für irgendeinen bestimmten Gegenstand. In einem echten Fall wird nur gerechnet, wenn sich die Position einer hinterlegten Referenz sicher zuordnen lässt.
Wann kein Zeitwert berechnet wird
Häufiger, als man erwarten würde. Die Zuordnung einer Position zu einer Referenz ist bewusst streng — lieber keine Zahl als eine erfundene:
Die Position ist zu unbestimmt
«Malerarbeiten pauschal» oder «Boden instandsetzen» sagen nicht, woran gearbeitet wurde. Aus einem einzelnen Wort wird keine Lebensdauer abgeleitet — dafür müsste geraten werden.
Das Alter lässt sich nicht bestimmen
Ohne belastbare Angabe, wann der Gegenstand eingebaut oder zuletzt ersetzt wurde, fehlt der Rechnung ihr zweiter Wert. Ein geschätztes Alter würde das Ergebnis erfinden.
Für diese Art Gegenstand ist keine Referenz hinterlegt
Die Referenzbasis ist bewusst schmal gehalten und wird kontrolliert erweitert. Ist eine Kategorie nicht hinterlegt, wird für sie kein Wert bestimmt.
«Kein Zeitwert bestimmbar» heisst nicht, dass dir ein Dokument fehlt. Oft ist es schlicht eine Grenze von MietKorrekt — die Position bleibt dann offen und wird als solche ausgewiesen, statt mit einer Schätzung gefüllt zu werden.
Woher die Referenzwerte stammen
- Referenzwerte sind fest hinterlegt und versioniert. Sie stammen aus einer gepflegten Datenbasis, nicht aus dem freien Wissen eines Sprachmodells.
- Jede Prüfung hält fest, mit welchem Stand der Datenbasis sie gerechnet hat. Eine ältere Auswertung bleibt dadurch nachvollziehbar.
- Die Datenbasis wird kontrolliert gepflegt und erweitert. Was nicht hinterlegt ist, wird nicht geschätzt.
- Ein Referenzwert ist ein Richtwert. Im Einzelfall können Ausführungsqualität, Zustand und Vereinbarungen der Parteien eine Rolle spielen.
Was der Zeitwert nicht ist
- Kein Betrag, den du schuldest. Er zeigt einen Anteil, nicht eine Forderung.
- Kein Beweis, dass die Rechnung zu hoch ist. Für einen höheren Betrag kann es Gründe geben.
- Keine Aussage darüber, ob du überhaupt für die Position aufkommen musst.
- Keine Rechtsberatung und kein Entscheid über die Haftung.
- Die Berechnung läuft automatisiert und kann Fehler enthalten — sieh sie dir an, bevor du dich darauf stützt.
Preis
CHF 49.– einmalig
Kein Abo. Keine Registrierung. Einmalige Zahlung.
- Einordnung jeder erkannten Position deiner Schlussrechnung
- Berücksichtigung von Alter und Lebensdauer, wo die Angaben dafür reichen
- Offene Kennzeichnung dort, wo kein verlässlicher Wert bestimmbar ist
- Prüfbericht und ein Entwurf für eine Stellungnahme, beides als PDF
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Position mit Alter prüfen lassen
Lade die Schlussrechnung hoch, dazu was du an Unterlagen hast. Ob du die Prüfung freischaltest, entscheidest du danach.
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